Erfahrungsbericht: Samsung Galaxy Note 10.1

Samsung Galaxy Note 10.1

Samsung Galaxy Note 10.1

Ich habe mir mal gedacht es wird mal wieder Zeit für einen ausführlichen Blogeintrag. Da ich mir vor einer Weile ein neues Tablet gegönnt habe, liegt es doch Nahe, einen Erfahrungsbericht zu schreiben.

Seit gut einem Monat nenne ich das neue Schlachtschiff von Samsung im Tablet-Bereich mein eigen, das Galaxy Note 10.1 WiFi und bin immernoch sehr begeistert von dem, was Samsung da hervorgebracht hat.

Die Hardware

Das Herz des Tablet ist ein 1,4 GHz Quad-Core-Prozessor, welcher mit 2 GB RAM unterstützt wird. Ein 7000 mA Li-Pol Akku, sorgt für ausreichend Strom, dadurch schafft das Tablet bis zu 6,5 Tage, ohne an die Steckdose zu müssen. Alleinstellungsmerkmal des Gerätes ist die zusätzliche Stiftbedienung, welche über einen Digitizer realisiert wurde. Einigen schon bekannt aus dem Galaxy Note. Mehr dazu später… Das 10,1 Zoll Display hat eine Auflösung von 1280×720 dies ist gegenüber der CPU zwar eher durchschnittlich, jedoch wirkt es trotzdem schärfer udn reaktionsschneller als mein altes Acer Iconia Tab A500 und die Farben sind auch beachtlich. Auch die Kameras sind ebenfalls mit 5 MPixel bzw. 1,9 MPixel bei der Frontkamera nicht in der Oberklasse anzusiedeln, jedoch macht diese bessere Bilder als manch eine 8MPixel Smartphone-Kamera. Für mich persönlich war die Kamera aber auch nicht ausschlaggebend.

Samsung ist dazu nicht bekannt, seine Geräte mit viel Speicherplatz auszustatten, so auch hier, mit 16 GB kann man zwar gut arbeiten, aber gerade bei Samsung könnte man eigentlich mehr verlangen. Dafür hat man auch hier einen MicroSD Slot in dem man diesem mit bis zu 64GB aufrüsten kann.

Gimmik dazu ist eine IR-LED, die es möglich macht, Ferseher, HiFi-Anlage, etc. zu bedienen. Die App dazu kennt aber leider nur wenige Geräte. Was für mich als Logitech Harmony One Nutzer eher enttäuschend ist. Aber als Fernbedienung habe ich mir das Note 10.1 nicht gekauft 😉

Die Software

Das Tablet wird, wie auch nicht anders zu erwarten, mit Android betrieben. Ab Werk wurde noch die Version 4.0.4 installiert. Das Update auf 4.1.1 wurde aber am 12.12.2012 von Samsung veröffentlich und wurde von mir natürlich gleich installiert.

Neben den Google-üblichen Apps hat Samsung einige Apps vorinstalliert. Wie je her gibt es die verschiedenen „Hubs“, deren Sinn ich bis heute nicht so wirklich verstanden habe, darüber hinaus noch:

  • Smart Remote, die das Tablet in eine Fernbedienung verwandelt
  • Adobe Photoshop Touch (welches normal 7,99€ kostet)
  • AllShare Play
  • Dropbox, hier bekommt man sogar für 2 Jahre 50GB Cloud-Speicher kostenlos
  • S-Note, S-Planner (eine schicke Kalenderlösung), etc
"Kaskadenansicht" von Apps

„Kaskadenansicht“ von Apps

Samsung bietet in Ihrer Version von Android auch eine „Mehrfenster“ Funktion an, Samsung nennt dies „Kaskadenansicht“. So kann man Apps nicht nur, wie gewohnt, im Vollbildmodus laufen lassen, sondern auch mehrere Fenster nebeneinander (z.b. Datei-Browser und Browser). Dabei ist es auch möglich ein Fenster im Vordergrund zu halten. Auch die Position und Größe der Fenster sind variabel. Diese Funktion sind jedoch nur für kompatible Apps möglich. Wie auch einigen auch vom Galaxy S3 bekannt, ist es auch möglich Videos als kleines Fenster-Overlay laufen zu lassen und nebenbei anderes zu tun, z.B. zu surfen.

Surfen und Filme schauen

Surfen und Filme schauen

Zudem bietet das Galaxy Nite 10.1, wie bei allen Samsunggeräten AllShare Play an, so ist es über das Netzwerk möglich Bilder und Videos direkt auf einen Samsung TV zu streamen. Zudem bietet AllShare die Möglichkeit einfach Daten zwischen Smartphone, Tablet und TV zu sharen.

Der Stift

Der Clou ist aber der Stift und die App „S Note“, welche für die Bedienung mit dem Stift konzipiert ist. Und hier zeigen sich, meiner Meingung nach, die wahren Stärken, was auch den Ausschlag geben hat, mir dieses Tablet zu kaufen. Die App hat einige Vorlagen: Notizblätter, Zeichenpapiere, Tagebuch, Besprechungsprotokolle, etc.

Handschriftenerkennung über die Samsungtastatur

Handschriftenerkennung über die Samsungtastatur

Texteingabe ist sowohl über einfache Handschrift, wie bei einem anaglogen Notizblock, die App kann aber auch Handschriften aber auch Funktionen (wie mathematische Formeln) erkennen. Die Handschrifterkennung funktioniert erstaunlich gut, selbst unsaubere Handschrift wird sehr gut erkannt. Des weiteren hat die Samsung Tastatur als alternative, ein vordefiniertes Feld zur Handschriftenerkennung. Diese Art der Handschriftenerkennung ist sogar systemweit nutzbar.

Mit dem Update, wurden die Funktionen des Stift erweitert, so ist es jetzt auch möglich Apps mit Gesten auf dem Bildschirm zu öffnen und/oder Apps zu steuern (z.B. die Browser Navigation). Aber auch Texte kann man einfach durch unterstreichen markieren.

Auch Screenshot und das öffnen eines Notizzettels sind direkt über den Stift möglich, egal welches App gerade läuft.

Der Stift ist sehr genau, da sich aber der Digitizer sich unter dem Glas befindet muss man sich erstmal etwas an die Paralaxe gewöhnen, dies ist mir sehr schnell gelungen. Leider gibt es keine Möglichkeit den Stift zu kalibrieren. Auf Grund der Genauigkeit ist dies grundsätzlich nicht nötig, aber so könnte man die Paralaxe etwas verringern, indem man die Bedinung auf links- oder rechts-Händer „spezialisiert“.

Wenn der Stift in Benutzung ist, ignoriert das Tablet Eingaben mit den Finger, so ist es auch möglich den Handballen auf das Display abzustützen, ohne dass es zu abenteuerlichen Eingaben kommt.

Ebenfalls neu durch das Update ist die „Touchless“ Bedienung. So kann ich den Stift über ein Bild oder Video halten und das Tablet zeigt mir eine Vorschau. Aber auch hoch und runter Scrollen ist ohne Berührung möglich. Einfach nur den Stift am oberen bzw. unteren Bildrand halten.

Die Verarbeitung

Die Verarbeitung, ist wie gewohnt, sehr gut. Die Spaltmaße sind gleichmäßig. Nix knackt, ächzt oder ähnliches. Die Lautsprecher sind klar und deutlich, auch bei hohen Lautstärken übersteuert nichts. Dazu kommt, dass die Laudsprecher nach vorne ausgerichtet sind, so muss man das Tablet auch nicht voll aufdrehen, damit man was versteht. Klarer Pluspunkt, da doch die meisten Tabs die Lautsprecher nach unten oder nach hinten ausgerichtet haben.

Das Galaxy Note 10.1 ist mit 597g gute 55g leichter als das aktuelle iPad, ebenfalls ist es gerinfügig flacher. Die Fläche ist auf Grund der unterschiedlichen Displayformate (16:9 und 4:3) zwar länger aber dafür weniger breit.

Fazit

Das Galaxy Note 10.1 ist nicht das günstigste Tablet auf dem Markt mit aktuell 488 € (bei Amazon) liegt es schon eher in der Oberklasse. Aber die Ergänzung durch den Stift, und die schnellere Hardware, welches das Note 10.1 zum derzeit schnellsten Tablet macht, rechtfertig meiner Meinung  den Mehrpreis zum Galaxy Tab 2.

Eins steht für mich auch fest: Wenn wieder ein Androidgerät, dann sicherlich nur noch Samsung. Meiner Meinung nach hat Samsung den Dreh heraus, Android für ihre Zwecke anzupassen. Auch wenn man bei Samsung doch mal etwas länger warten muss, bis es zum Update kommt.

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