#Stevia – natürlich ohne Zucker süßen

Ich habe ja vor ein paar Tagen hier über mein Experiment mit dem natürlichen Süßstoff Stevia berichtet. Heute möchte ich aber einmal darüber schreiben, was Stevia überhaupt ist. In Deutschland ist diese Art zu süßen noch relativ unbekannt, was auch erklärt, warum der erste Versuch bei mir hinsichtlich der zu nutzenden Menge, schiefgegangen ist 🙂

Auch wenn die Pflanze Stevia rebaudiana in Deutschland kaum bekannt ist, wird sie schon in einigen Ländern seit Jahrhunderten wegen ihrer starken Süßkraft als Süßstoff verwendet.

Die süßende Wirkung kommt durch die aus natürlichen Steviosid bestehenden Steviolglycoside und werden vor allem in Asien als Zuckerersatz zum Süßen von Getränken und Nahrungsmitteln verwendet.

Vergleicht man die Wirkung mit Rübenzucker, so sind die Blätter 30-mal süßer. Stevioside in ihrer reinen Form süßen sogar 150- bis 300-mal stärker als der Rübenzucker. Gegenüber der Süßkraft steht, dass die Blätter nur ein 300-stel der Kalorien enthält, welche die vergleichbar süßende Menge Haushaltszucker aufweist, bei gleichzeitiger Anti-Karies-Wirkung.

Der Vorteil zu anderen Süßstoffen wie z.B. dem synthetischen Aspartam ist , die hohe Temperaturstabilität, was Stevia auch zum Backen und Kochen nutzbar macht. Getrocknet können die Blätter über Jahre hinweg aufbewahrt werden.

EU-weit ist der aus den Steviablättern gewonnene Süßstoff seit dem 2. Dezember 2011 als Lebensmittelzusatzstoff E960 zugelassen. Als erster EU-Staat hatte Frankreich per Dekret eine vorläufige Zulassung für Süßstoffe aus der Pflanze ausgesprochen. Im Internet bestand bereits ein reger Handel mit Steviapräperaten, bevor es zugelassen wurde. Um das Verbot bzw. die Strafbarkeit zu umgehen, wurden diese z. B. als Zahnpflegemittel deklariert.

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